
Feines Wildbret aus dem Gaugreben’schen Wald
15. Dezember 2025
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22. April 2026Mythische Entdeckung auf den Bruchhauser Steinen
05. März 2026
Am 5. März 2026 stellte die LWL-Archäologie für Westfalen die Ergebnisse archäologischer Untersuchungen aus dem Jahr 2025 auf den Bruchhauser Steinen vor.
Die Funde liefern neue Hinweise darauf, dass die markanten Felsen bereits in der Eisenzeit vor über 2.000 Jahren eine besondere religiöse Bedeutung hatten.
Auf einer Klippe des Feldsteins wurden zwei eiserne Tüllenbeile entdeckt, deren Klingen im rechten Winkel zueinander ausgerichtet waren. Darunter fanden Archäologinnen und Archäologen eine in den Felsen eingearbeitete Grube, in der Quarz abgebaut und anschließend auf einer Steinplatte mit einem sogenannten Pochstein zerkleinert wurde. Anschließend wurde die Grube wieder verfüllt – möglicherweise Teil eines rituellen Vorgangs. Die niedergelegten Beile könnten den Abschluss dieser Handlung markiert haben.
Bemerkenswert ist, dass der Quarz ausgerechnet auf der Spitze des Felsens gewonnen wurde, obwohl er am Fuß deutlich leichter zugänglich gewesen wäre. Forschende vermuten daher, dass der Ort im religiösen Verständnis der Eisenzeit eine besondere Rolle spielte.
Eine Auswahl der Funde – darunter die Steinplatte, der Pochstein und zerkleinerter Quarz – wird künftig in einer neuen Vitrine im Informationszentrum der Bruchhauser Steine präsentiert. Die beiden Beile sind dort aus konservatorischen Gründen als Repliken zu sehen.




Eine Landmarke mit Geschichte
Die Bruchhauser Steine bei Olsberg-Bruchhausen sind nicht nur Nordrhein-Westfalens erstes Nationales Naturmonument und ein beliebtes Wanderziel, sondern auch ein Bodendenkmal von überregionaler Bedeutung. Während der Eisenzeit – etwa zwischen dem 5. und 3. Jahrhundert v. Chr. – wurden die markanten Porphyrfelsen von einer Befestigungsanlage umgeben.
Warum Menschen diesen exponierten Ort damals sicherten, blieb lange unklar. Die Lage der Bruchhauser Steine gilt als siedlungsungünstig und liegt deutlich abseits der bevorzugten Siedlungsräume entlang des Hellwegs. Zudem ist das Gebiet häufig rauen Witterungsbedingungen ausgesetzt.
Zwei Tüllenbeile

Ausgrabungsstelle

Entdeckung auf dem Feldstein



